05 – Isang Enders & Boris Kusnezow

Isang Enders, Boris Kusnezow  

Brückstraße 110
26721 Emden

Tickets from €27.50 *
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Event organiser: Profestival UG, Graf-Enno-Str. 23, 26603 Aurich, Deutschland
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Event info

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 5 D-Dur für Klavier & Violoncello op. 102 Nr. 2
Alfred Schnittke: Cellosonate Nr. 2
Claude Debussy: Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier
Frédéric Chopin: Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 65

// ISANG ENDERS Violoncello
// BORIS KUSNEZOW Klavier

Bereits zum vierten Mal ist der international gefeierte Cellist Isang Enders zu Gast in Ostfriesland, begleitet wird er in diesem Jahr von dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Boris Kuznezow, den die New York Times für seine „most impressive interpretations“ feierte.

Den Rahmen ihres Programmes bilden die späte D-Dur Cellosonate von Beethoven, der als so etwas wie der Erfinder dieser Form gilt, gab er doch als erster beiden Instrumenten gleiches Gewicht, und Chopins Sonate in g-Moll, eine Rarität im Schaffen dieses ausschließlichen „Klavierkomponisten“.

1978 schuf Alfred Schnittke seine faszinierende Sonate, die eindrucksvoll seinen verschiedene Stile vereinigenden Personalstil präsentiert. Claude Debussy besann sich 1915 in seiner Sonate, angewidert durch die Ereignisse des 1. Weltkrieges, auf die französischen Musiktraditionen Couperins und Rameaus und ließ in sein Werk barocke Satztechniken einfließen.

„Enders spielt (…) mit technischer Souveränität , und vor allem mit emotionaler Reife, die einen großen Künstler verrät.“ (NDR Kultur, Elisabeth Richter)

„Enders has a splendidly clear, penetrating tone and (…) a natural vigour and elan that generates great excitement.“ (Gramophone)

Streifzug: Besichtigung der JaLB – Führung | +9 € (ab 18:00 Uhr)

Location

Neue Kirche Emden
Brückstraße 103
26721 Emden
Germany
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Als erster nachreformatorischer Kirchenbau wurde die Neue Kirche Emden errichtet und zieht mit ihrem auffälligen Turm die Blicke auf sich. Das historische Gotteshaus dient dabei seit seiner Erbauung sowohl der Gemeinde als geistlicher Mittelpunkt als auch der gesamten Bevölkerung als stilvoller und atmosphärischer Austragungsort kultureller Veranstaltungen.

Bis 1648, also mitten während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Neue Kirche erbaut. Da sie ausschließlich durch Spenden finanziert war, fehlten bis ins 19. Jahrhundert sowohl Bestuhlung als auch Orgel. Nichtdestotrotz war das Gotteshaus immer einer der religiösen Anziehungspunkte Emdens und als solcher gut besucht. Das gemäßigt barocke Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen, danach jedoch wieder aufgebaut. Heute wie damals präsentiert es sich als imposanter roter Backsteinbau, der durch helle Werksteingliederungen aufgelockert wird. Vor allem der Glockenturm ist dabei ein Blickfang: Er wird von einer Nachbildung der Habsburger Kaiserkrone bekrönt und verdeutlicht so die Reichsunmittelbarkeit der Stadt Emden.

Fast das gesamte Interieur der ursprünglichen Neuen Kirche ging im Krieg verloren, lediglich der Taufstein und die Kronleuchter sind historisch. Der Taufstein, verziert durch schlichte Ranken und Blätter, stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich in der Kirche Jennelt beheimatet. Einer der Kronleuchter entstammt noch der ersten Ausstattung der Neuen Kirche und zeigt als Geschenk der Böttcherzunft den Kuiper-Hammer als deren Handwerkszeichen.