Verschoben
Bisheriges Datum:

Late Night - Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys „Rhythmus in Dosen - Das Jubiläumsprogramm!“ - Bühnengespräch um 20:00 Uhr

Kulturkrafttage  

Tiedexer Tor 3
37574 Einbeck

Event organiser: Kulturstiftung Kornhaus - PS.SPEICHER, Tiedexer Tor 3, 37574 Einbeck, Deutschland
* Preise inkl. MwSt., zzgl. €2.00 Servicegebühr und Versandkosten pro Bestellung

Tickets

Der Kartenverkauf wurde vorübergehend gestoppt. Er beginnt in dem Moment wieder, wenn wir genauere Vorgaben haben.

Event info

Coronabedingt muss und kann das Festival um ein Jahr auf das Wochenende
vom Freitag, 18. März 2022, bis Sonntag, 20. März 2022 verschoben werden.
Die Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.
Hinweis: Kostenloser Livestream der Matinee am 21. März 21, 11 Uhr unter: www.kulturkrafttage.de/live


Künstler-Gespräch mit Ulrich Tukur um 20:00 Uhr
Einblicke und Erhellendes im Gespräch mit Ulrich Tukur

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys
„Rhythmus in Dosen - Das Jubiläumsprogramm!“

"Rhythmus in Dosen" heißt das nach einem Foxtrott aus dem Jahr 1942 benannte virologische Spezialprogramm, das Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys ihrem Publikum erstmalig im Pandemie-Jahr 2020 und auch in den Jahren 2021 & 2022 weiterhin vorstellen. Der musikalische Büchsenöffner enthüllt dabei bewährte und immer wieder gern gehörte Stücke wie „Opus One“, „Sie will nicht Blumen und nicht Schokolade“, „Am Steinhuder Meer“ oder „In The Mood“, aber auch noch nie gehörte Novitäten in mitreißenden Arrangements wie „Anything Goes“, „Tuxedo Junction“, „Goody Goody“ und „Between The Devil And The Deep Blue Sea“. In eleganten, kackbraunen Anzügen und wohl dosierter Lautstärke, mit spritzigem Rhythmus und in vollkommener Harmonie präsentieren sich dabei wieder einmal der schöne Ulrich Tukur am Schachtelklavier, der klapperdürre Günter Märtens am Büchsenbass, der klebrige Ulrich Mayer an der Blechklampfe, sowie der winzige Karl-Friedrich Mews an den Raviolidosen.

Besetzung:
Ulrich Tukur - Gesang, Klavier, Akkordeon Ulrich Mayer - Gitarre, Gesang Günter Märtens - Kontrabaß, Gesang Kalle Mews - Schlagzeug, Gesang

Bereits 1995 gründete der renommierte Filmschauspieler und Musiker Ulrich Tukur die Tanzkapelle Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys. Die Band interpretiert mit großer Leidenschaft für Entertainment und Gesang neben Eigenkompositionen vor allem Evergreens. Durch zahlreiche Tourneen, fünf Studioalben und ein Livealbum hat sich das Quartett einen exzellenten Ruf erspielt.

Gerüchteweise wird kolportiert, Tukur hätte seine Tanzkapelle allein nach optischen Gesichtspunkten zusammengestellt. In der Tat besticht die Combo durch gut aussehende Interpreten in vornehm-stilvoller Kleidung, aber ihre große Fan- Gemeinde hat sich die Band über die Jahre hinweg live mit viel Herzblut und charmant-herzerweichenden Programmen auf der Bühne erarbeitet: durch erstklassigen Refraingesang und rassige Rhythmen, unvergleichliche Interpretationen und begnadete Unterhaltung. Vor Publikum spielen die Musiker ihr ganzes Talent aus und baden in vollendeter Ironie und einem Faible für nostalgische Unterhaltungsmusik der Goldenen Zwanziger und Vorkriegsjahre in gut gelaunten Melodien. Vorneweg Ulrich Tukur, der sich im Rampenlicht als wahres Zirkuspferd zeigt.

"Ich liebe die Eleganz, die Leichtigkeit, die Gekonntheit der Musik und den Witz der Texte von Liedern aus dieser Zeit. Die gesamte Unterhaltungsbranche hatte in den 20er und 30er Jahren ein enorm hohes Niveau." (Ulrich Tukur)

Vom Mambo bis zum Foxtrott, ob eigene Stücke, unbekannte ältere Titel oder schmissige Gassenhauer, Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys spielen schwungvolle Musik mit frischen Tönen. Songs wie "Am Steinhuder Meer", "Musik hat mich verliebt gemacht" oder "La Paloma" sind mal leise, mal laut – aber immer betörend, denn die vier galanten Gentlemen servieren ihre bezaubernden Titel voller Gefühl und Seele. Gemeinsam mit seiner Instrumental- und Gesangsgruppe zelebriert Ulrich Tukur einfach Leichtigkeit bis hin zur Überflüssigkeit und Melancholie mit Schmiss und Pep. Kurz: perfekte Tanzpalast-Atmosphäre.


AUSSTELLUNG

Die KULTURKRAFTTAGE zeigen eine begleitende Ausstellung von Frank Stefan Kimmel mit Fotos und Interviewtexten prominenter Künstlerinnen und Künstler im PS.SPEICHER.

“Handgemachte Kultur, nicht künstlich oder synthetisch hergestellte, ist nur am Mann und der Frau und damit nur im Rahmen eines Liveauftritts überprüfbar. Die einzige Echtzeit, die einzige echte Verdichtung innerhalb einer bestimmten Zeit, ungeschnitten, ungeschönt, ist das Bühnenerlebnis. Es ist nicht nur dreidimensional, sondern vier-, fünf-dimensional: Es riecht, es hat eine andere Form von Gemeinschaftserlebnis, von Verbindlichkeit, von Sinnlichkeit, auch von Bedrohung und Zudringlichkeit. Die Bühne kann dreist sein, aggressiv werden, Unfassliches tun und rührend werden - und keine Konserve gibt das wieder preis.”

— Roger Willemsen

Ob Konzert, Theater, Tanz oder Lesung: Live-Auftritte gehören eigentlich zu den Selbstverständlichkeiten unseres kulturellen Erlebens. Erfahrungen, die uns in Echtzeit, ohne Bildschirm oder Pausentaste, in ihrer Direktheit ansprechen und bereichern. Doch wie sieht diese Form des öffentlichen Auftretens aus Sicht der Auftretenden aus? Was geschieht zwischen Auftritts- und Schlussapplaus aus Sicht einer Schauspielerin und Schauspielers, Musikerin und Musiker, Autor und Autorin oder einer Primadonna? Wie erleben sie sich und andere in dieser speziellen und für ihn oder sie gewissermaßen doch gewohnten Situation zwischen Anspannung und Flow, Glück und Selbstkritik, Authentizität und Inszenierung? Was bedeuteten diese Bühnenmomente für sie als Menschen?

Gerade in dieser durch Corona geprägten Zeit, werden wir zunehmend und notgedrungen mit kulturellen Streaming-Angeboten konfrontiert. Doch die Qualitäten und Unmittelbarkeiten des Live-Erlebens, auch und gerade in Gemeinschaft mit anderen, ist dadurch nicht zu ersetzen. Die Diskussion über den Wert von Live-Auftritten im kulturellen Kontext ist daher aktueller denn je und gewinnt unerwartet schlagartig an Bedeutung und Brisanz.

Die großformatig angelegte Ausstellung „AUFTRITT“ des in Göttingen lebenden Photographen Frank Stefan Kimmel beleuchtet anhand von Aufnahmen von 25 Künstlerinnen und Künstlern unmittelbar vor und nach deren Auftritt sowie von Texten aus Gesprächen mit den Beteiligten die Bandbreite dessen, was Auftreten vor Publikum so besonders und erlebenswert macht. Ergänzt wird dies durch nahe, zugewandte Portraitaufnahmen.

Einige der bei den Kulturkrafttagen Auftretenden sind auch unter denen am Ausstellungsprojekt Beteiligten, was den Ort der Ausstellungspremiere noch darüber hinaus als besonders geeignet erscheinen lässt (Martin Stadtfeld, Charles Brauer, Rhani Krija).

Zu dem an dem Projekt Beteiligten zählen u. a. Daniel Hope, Roger Cicero, Dominic Miller (Sting), Götz Alsmann, Manu Katche (Peter Gabriel), Ulrich Matthes, Roger Willemsen, John Scofield. Mit Charles Brauer, Martin Stadtfeld und Rhani Krija sind auch einige bei den KULTURKRAFTTAGEN auftretende Künstler hier näher kennen zu lernen.

Location

PS - Speicher Einbeck
Tiedexer Tor 3
37574 Einbeck
Germany
Plan route

Der PS.Speicher im niedersächsischen Einbeck vereint Veranstaltungsstätte, Verkehrsmuseum und Restaurant unter einem Dach. Über 100 Jahre lang ist in dem sechsstöckigen Kornhaus Getreide zur Bierbrauerei verarbeitet worden. Seine rote Backsteinfassade ist ein echter Hingucker in der hanseatischen Innenstadt. Das beschauliche Einbeck im Süden Niedersachsens liegt knapp 40 km von Göttingen entfernt. Auf einem Spaziergang in die Altstadt begegnen dem Besucher Fachwerk- und Zunfthäuser, welche von der 600 Jahre alten Handelsgeschichte des Örtchens erzählen. Der Marktplatz ist bis heute Mittelpunkt des Stadtgeschehens. Besinnlich wird es auf dem alljährlichen Weihnachtsmarkt, über den es sich im Schatten des historischen Rathauses und der Pfarrkirche St. Jacobi herrlich flanieren lässt.

Am 23. Juli 2014 eröffnete das Motorrad- und Automobil Museum im PS.Speicher. Die Betreiber verstehen sich selbst nicht als klassisches Museum, sondern als Erlebnisausstellung der besonderen Art. Mehr als 300 Fahrräder, Motorräder und Automobile auf einer 4.000 m² Fläche sind ausgestellt. Sogenannte Aktivstationen lassen den Besucher mit allen Sinnen die Industriegeschichte des Verkehrswesens entdecken. Wechselnde Sonderausstellungen sorgen für neue Impulse. Wer eine kleine Auszeit braucht, gönnt sich ein Schaumsüppchen oder geschmorte Kalbsbrust in der Gourmetwerkstatt, dem gastronomischen i-Tüpfelchen des Museums.

Der PS.Speicher ist komfortabel über den Fuß- oder Radweg zu erreichen und befindet sich 15 Gehminuten von der Stadtmitte entfernt. Die nächstgelegene Haltestelle für öffentliche Verkehrsmittel ist der „Einbeck Neustädter Kirchplatz“.